Malware
Malware (englisch malicious software) ist jede Art von Software, die entwickelt wurde, um einem Computer, Netzwerk oder Benutzer Schaden zuzufügen, Daten zu stehlen, die Kontrolle zu übernehmen oder sonstige ungewollte Aktionen auszuführen.
Hauptkategorien
Verbreitungsmethoden
- Phishing‑E‑Mails (malicious attachments, Links)
- Drive‑by‑Downloads (infizierte Websites, malvertising)
- Exploit‑Kits (nutzen Schwachstellen in Browser/Plugins)
- Social Engineering (gefälschte Updates, Support‑Anrufe)
- Wechseldatenträger (USB‑Sticks, infizierte DVDs)
- Supply‑Chain‑Angriffe (Manipulation legitimer Software‑Distribution)
Erkennungs‑ und Schutzmaßnahmen
- Antivirus/Anti‑Malware – Signatur‑ und verhaltensbasierte Scans.
- Patch‑Management – Regelmäßige Updates von Betriebssystem und Anwendungen.
- E‑Mail‑Sicherheit – Spam‑ und Phishing‑Filter, Attachment‑Scanning.
- Application Whitelisting – Nur autorisierte Programme dürfen ausgeführt werden.
- Least‑Privilege‑Prinzip – Beschränkung von Benutzer‑ und Prozessrechten.
- Netzwerk‑Segmentierung – Isolation kritischer Systeme, um Ausbreitung zu begrenzen.
- Regelmäßige Backups – Offline gesicherte Kopien zum Wiederherstellen nach Ransomware.
- Benutzerschulung – Aufklärung zu Phishing‑Erkennung und sicherem Verhalten.
Sofortmaßnahmen bei Verdacht
- System isolieren (Netzwerkverbindung trennen).
- Malware‑Scan mit aktualisierter Sicherheitssoftware starten.
- Log‑Analyse (Ereignis‑ und Netzwerk‑Logs) durchführen, um Ursprung zu ermitteln.
- Betroffene Konten deaktivieren, Passwörter neu setzen.
- Backups prüfen und, falls nötig, aus einer sauberen Version wiederherstellen.
- Incident‑Response‑Team einschalten, ggf. forensische Untersuchung durchführen.

