GIF (.gif)
GIF steht für Graphics Interchange Format und ist ein rasterbasiertes Bilddateiformat, das 1987 von Commodore Amiga‑Entwicklern (Steven Wilcox, Andy Warner) für die Verwendung im Rahmen des CompuServe‑Online‑Dienstes entwickelt wurde. Das Format ist vor allem für seine Fähigkeit bekannt, mehrere Einzelbilder in einer einzigen Datei zu speichern und so einfache Animationen zu erzeugen.
Technische Eigenschaften
Verwendung
- Kurzanimationen: Memes, GIF‑Reaktionsbilder, UI‑Feedback (z. B. Lade‑Spinner).
- Web‑Grafiken: Icons, Buttons, Logos mit einfachen Farbverläufen.
- Bildsequenzen: Zeigt einzelne Frames einer Bildserie (z. B. Sport‑Highlights).
- Einfacher Bildaustausch: Da GIFs keine proprietären Codecs benötigen, können sie überall ohne Plugins angezeigt werden.
Einschränkungen
- Begrenzte Farbpallette: Nur 256 Farben → nicht geeignet für fotografische Bilder (diese erfordern JPEG oder PNG).
- Kein echter Alpha‑Kanal: Nur einfarbige Transparenz, kein halbtransparentes Overlay.
- Dateigröße bei langen Animationen: LZW‑Kompression reduziert Wiederholungen, aber mehrere Frames können zu großen Dateien führen.
- Veraltetes Format: Moderne Formate wie APNG, WebP oder AVIF bieten höhere Farbtreue, Alpha‑Transparenz und bessere Kompression.
Erstellung & Bearbeitung
- Grafik‑Editoren: Adobe Photoshop, GIMP, Krita, Aseprite, ezgif.com (Online‑Tool).
- Export‑Parameter: Frame‑Delay (ms), Loop‑Count (0 = unendlich), Optimierung (Palette‑Reduktion, Frame‑Diff‑Technik).

