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Benutzername

Benutzername

Ein Benutzername (englisch username, login name oder account name) ist ein eindeutiger Bezeichner, der einem Nutzer in einem System, einer Anwendung oder einem Online‑Dienst zugeordnet wird. Er dient zusammen mit einem Authentifizierungsmittel (z. B. Passwort, Token, Biometrie) zur Identifikation des Benutzers und zum Zugriff auf dessen personenbezogene Daten, Berechtigungen und Einstellungen.

 

Eigenschaften eines guten Benutzernamens

Merkmal
Beschreibung
Beispiel
Eindeutigkeit
Jeder Username muss innerhalb des Systems eindeutig sein.
maxmustermann vs. max.mustermann (unterschiedlich)
Lesbarkeit
Klar und leicht zu merken, idealerweise ohne Sonderzeichen, die verwirren könnten.
john_doe
Datenschutz
Keine persönlichen Daten (z. B. Geburtsdatum, Adresse) preisgeben, um Identitätsdiebstahl zu vermeiden.
Statt janedoe1990 lieber jane_doe
Regeln
Vorgaben zu Länge (z. B. 3–20 Zeichen), erlaubte Zeichen (A‑Z, a‑z, 0‑9, _, -) und ggf. Verbot von Schlüsselwörtern.
Regex: ^[a-zA-Z0-9_-]{3,20}$
Internationalisierung
Unterstützt Unicode, um Namen aus verschiedenen Schriftsystemen zu erlauben (z. B. Cyrillic, Arabisch).
ユーザー名
Stabilität
Nach Erstellung sollte der Username nicht mehr änderbar sein (außer bei expliziter Anfrage), um Verlinkungen und Referenzen zu wahren.
user_id bleibt unverändert.
 

Sicherheitsaspekte

  • Rate‑Limiting bei Login‑Versuchen, um Username‑Enumeration zu verhindern (Angreifer erkennt, ob ein Username existiert).
  • Password‑Policy: Kombination aus starkem Passwort und ggf. Multi‑Factor‑Authentication (MFA).
  • Account‑Lockout nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, um Brute‑Force‑Angriffe zu stoppen.
  • Hashing von Passwörtern (bcrypt, Argon2); Benutzernamen nicht hashen, da sie zur Identifikation benötigt werden.
  • Logging: Alle Anmelde‑ und Registrierungs‑Versuche mit Username protokollieren.
 

Usability‑Tipps für die Eingabe von Benutzernamen

  1. Live‑Verfügbarkeit prüfen – Anzeigen, ob der gewünschte Username bereits existiert, während der Nutzer tippt.
  2. Vorschläge anbieten – Bei Konflikten alternative Varianten vorschlagen (john_doe1, john_doe2024).
  3. Auto‑Korrektur vermeiden – Nicht automatisch zu „admin“ ändern, das kann verwirren.
  4. Eingabe‑Hilfen – Tooltip mit erlaubten Zeichen, Mindest‑/Höchstlänge.
  5. Case‑Sensitivity – Entscheiden, ob die Username‑Prüfung case‑sensitive sein soll (z. B. Johnjohn).
 

Datenschutz‑ und rechtliche Aspekte

  • DSGVO – Speicherpflichten für personenbezogene Daten (z. B. username in Verbindung mit anderen Daten).
  • Opt‑out‑Möglichkeiten – Nutzer sollten die Möglichkeit haben, einen bestehenden Account zu löschen oder den Benutzernamen zu ändern, sofern das System das erlaubt.
  • Impressumspflicht – Bei geschäftlichen Plattformen kann ein echter Name (bzw. realer Benutzername) für Transparenz verlangt sein.