Fehlermeldung

 

Eine Fehlermeldung ist eine vom System, einer Anwendung oder einem Gerät generierte Mitteilung, die den Nutzer darüber informiert, dass ein Vorgang nicht wie erwartet ausgeführt werden konnte. Sie dient dazu, das Problem zu identifizieren, mögliche Ursachen zu verdeutlichen und dem Anwender – häufig zusammen mit Hinweisen zur Behebung – eine Rückmeldung zu geben. Fehlermeldungen können im Text‑, Symbol‑ oder akustischen Format erscheinen und werden je nach Schweregrad in Kategorien wie Hinweis, Warnung oder kritischer Fehler (kritischer Systemabbruch) eingeteilt.

 

Bestandteile einer typischen Fehlermeldung

  1. Fehlercode – kurze alphanumerische Kennzeichnung (z. B. 404, 0x80070057), die eine programmintern definierte Ursache beschreibt.
  2. Fehlertext – lesbare Beschreibung des Problems (z. B. „Datei nicht gefunden“, „Ungültige Eingabe“).
  3. Hinweis zur Behebung – mögliche Schritte, z. B. „Bitte prüfen Sie die Netzwerkverbindung“ oder „Datei erneut auswählen“.
  4. Kontextinformationen – optional technische Details (Stack‑Trace, Log‑Eintrag), die für Support‑Personen nützlich sind.
 

Arten von Fehlermeldungen

  • Syntax‑/Validierungsfehler: falsche Eingabeformate, fehlende Pflichtfelder.
  • Laufzeit‑/Ausnahmefehler: Division durch Null, Zugriff auf nicht vorhandene Ressourcen.
  • System‑/Hardware‑Fehler: Treiber‑Ausfall, Festplatten‑I/O‑Problem.
  • Netzwerk‑Fehler: Zeitüberschreitung, Verbindungsabbruch, DNS‑Fehler.
  • Sicherheits‑Fehler: Zugriff verweigert, Authentifizierungs‑Fehler, Berechtigungsprobleme.
 

Gestaltungsrichtlinien für effektive Fehlermeldungen

  • Klarheit: verständliche, präzise Formulierungen ohne Fachjargon.
  • Handlungsorientierung: konkrete Anweisungen, was der Nutzer tun kann.
  • Neutraler Ton: keine Schuldzuweisungen, sondern lösungsfokussiert.
  • Visuelle Hervorhebung: Hinweis‑Icons, Farbgebung (z. B. rot für kritische Fehler).
  • Vermeidung von Überladung: nur notwendige Informationen für den Endnutzer zeigen; technische Details in Logs auslagern.