ADSL
Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL) ist eine Breitband‑Internettechnologie, die über herkömmliche Kupfer‑Telefonleitungen Daten mit hoher Geschwindigkeit überträgt.
- Asymmetrisch: Die Upload‑ (nach oben) und Download‑ (nach unten) Datenraten sind unterschiedlich. Typischerweise ist die Download‑Geschwindigkeit deutlich höher (z. B. 10 – 50 Mbit/s), während die Upload‑Rate niedriger ist (z. B. 1 – 5 Mbit/s).
- Frequenzaufteilung: Das Sprachsignal wird im unteren Frequenzbereich (0–4 kHz) übertragen, während die Daten in höheren Frequenzbändern (typisch 25 kHz bis 1,1 MHz) laufen. Durch Frequenzmultiplexing können Telefonie und Internet gleichzeitig genutzt werden („Never‑dial‑tone“).
- Modulation: ADSL nutzt orthogonal frequency‑division multiplexing (OFDM) bzw. discrete multitone (DMT) zur Aufteilung des Frequenzspektrums in zahlreiche Unterträger, die parallel modulierbare Daten tragen.
- Reichweite: Die maximale Geschwindigkeit wird durch die Distanz zum nächsten DSL‑AM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer) bestimmt. In der Praxis liefert ADSL bis zu etwa 5 km Kabelqualität noch akzeptable Geschwindigkeiten; darüber sinkt die Leistung stark.
- Varianten:
- ADSL2/ADSL2+: Verbesserte Modulation, erweiterte Frequenzbänder und höhere Spitzenraten (bis zu 24 Mbit/s downstream, 1,4 Mbit/s upstream).
- VDSL/FTTC: Weiterentwicklungen mit symmetrischeren Geschwindigkeiten, jedoch über kürzere Leitungsstrecken.
Vorteile
- Nutzung vorhandener Telefonleitungen – keine zusätzlichen Kabel nötig.
- Gleichzeitig Telefonieren und Internet nutzen.
- Kostengünstig im Vergleich zu neuen Glasfaser‑ oder Kabelanschlüssen (vor allem in ländlichen Gebieten).
Nachteile
- Asymmetrisches Verhältnis ist für Upload‑intensive Anwendungen (z. B. Cloud‑Backup, Video‑Upload) weniger geeignet.
- Leistung stark abhängig von Leitungslänge und -qualität.
- Im Vergleich zu VDSL/Glasfaser begrenzte maximale Bandbreite.
