iOS
iOS ist Apples proprietäres mobiles Betriebssystem, das ausschließlich auf iPhone‑ und iPad‑Geräten läuft. Es basiert auf dem XNU‑Kernel (eine Kombination aus dem Mach‑Microkernel und BSD‑Subsystemen) und nutzt eine stark gesicherte Architektur: Jede App wird in einer eigenen Sandbox ausgeführt und kann nur über deklarierte Entitlements auf System‑Ressourcen zugreifen.
Die Benutzeroberfläche wird über UIKit (imperativ) und seit iOS 13 zusätzlich über SwiftUI (declarativ) bereitgestellt. Entwickler arbeiten primär mit Swift (modern, sicher) oder Objective‑C in der IDE Xcode, die das iOS SDK, Simulatoren, Debug‑Tools und den App‑Store‑Upload‑Workflow integriert.
iOS erhält monatlich Sicherheits‑Updates und jährlich ein größeres Funktions‑Upgrade (z. B. iOS 17, 2024). Zu den Kern‑Features gehören:
- App‑Sandbox – Isolation von Anwendungen, um Datenlecks zu verhindern.
- Secure Enclave – dedizierter Coprocessor für biometrische Daten (Face ID, Touch ID) und kryptografische Schlüssel.
- App‑Store‑Review – strenger Prüfprozess, der Malware, Datenschutz‑Verstöße und Regel‑Verstöße reduziert.
- Continuity – nahtloses Wechseln von Aktivitäten zwischen iPhone, iPad, Mac und Apple Watch (Handoff, Universal Clipboard).
- iCloud‑Integration – Synchronisation von Dateien, Einstellungen, Key‑Value‑Daten und CloudKit‑Datenbanken.
- Privacy‑Controls – vom Nutzer steuerbare Berechtigungen für Standort, Kamera, Mikrofon, Gesundheitsdaten (HealthKit).
iOS unterstützt zudem eine umfangreiche Palette von System‑Frameworks für Augmented Reality (ARKit), maschinelles Lernen (Core ML), Home‑Automation (HomeKit), Zahlungssysteme (Apple Pay) und Unternehmens‑Management (MDM‑Profile, Enterprise‑Distribution).

