Linux
Linux ist ein Open‑Source‑Betriebssystem, das auf dem Unix‑ähnlichen Kernel von Linus Torvalds (seit 1991) aufbaut. Zusammen mit einer Sammlung freier System‑ und Anwendungssoftware bildet es ein vollständiges Betriebssystem, das auf Servern, Desktops, mobilen Geräten, eingebetteten Systemen und sogar Supercomputern läuft.
Grundstruktur
Distributionen (Distros)
Linux wird in vielen Varianten („Distributionen“) angeboten, die unterschiedliche Paket‑Management‑Systeme, Standard‑Desktop‑Umgebungen und Zielgruppen haben. Bekannte Beispiele:
Vorteile
- Kostenfrei – Keine Lizenzgebühren, Einsatz in großem Maßstab ohne zusätzliche Kosten.
- Offener Quellcode – Jeder kann den Code prüfen, anpassen und verbessern; erhöht Sicherheit und Transparenz.
- Flexibilität & Anpassbarkeit – Kern und Komponenten lassen sich exakt auf den Einsatzzweck zuschneiden (Server, IoT, Desktop).
- Stabilität & Sicherheit – Viele Distributionen bieten lange Support‑Zeiträume (LTS) und schnelle Sicherheits‑Updates.
- Große Community – Umfangreiche Dokumentation, Foren, Mailinglisten und professionelle Support‑Optionen (z. B. Red Hat, SUSE).
Anwendungsbereiche
- Server – Web‑Server, Datenbank‑Server, Cloud‑Infrastruktur, Container‑Host (Docker, Kubernetes).
- Desktop – Produktivität, Entwicklung, Multimedia; beliebte Linux‑Desktops für Entwickler und technisch versierte Nutzer.
- Embedded / IoT – Routers, Smart‑Home‑Hub, Industrie‑Steuerungen, Fahrzeuge (Android‑Basis ist ebenfalls Linux).
- Supercomputer – Mehr als 90 % der Top‑500‑Supercomputer laufen auf Linux (z. B. Summit, Fugaku).
Wichtige Konzepte
Sicherheit
- Updates – Regelmäßige Paket‑Updates schließen bekannte Schwachstellen.
- Firewall –
iptables/nftablessteuern Paketfilterung. - SELinux / AppArmor – Mandatory Access Control (MAC) zum Einschränken von Prozessen.
- SSH – Sicherer Remote‑Zugriff, Schlüssel‑basierte Authentifizierung.
- Minimaler Installationsumfang – Nur benötigte Pakete installieren, Angriffsfläche reduzieren.
Einstieg für Einsteiger
- Live‑Medium – Viele Distros bieten bootfähige Live‑USBs, um das System ohne Installation zu testen.
- Installation – Grafischer Installer (z. B. Ubuntu‑Ubiquity) führt durch Partitionierung, Benutzeranlage und Bootloader‑Konfiguration.
- Erste Schritte – Terminal öffnen, grundlegende Befehle erlernen (
ls,cd,cp,sudo apt update && sudo apt upgrade). - Community – Offizielle Dokumentation, Stack Exchange, Reddit‑Communities und lokale Linux‑User‑Groups nutzen.

