JPEG (Joint Photographic Experts Group)
JPEG ist ein Bilddateiformat, das auf verlustbehafteter Kompression basiert und von der gleichnamigen Arbeitsgruppe entwickelt wurde. Das Verfahren reduziert Dateigröße, indem es das Bild in 8 × 8‑Pixel‑Blöcke zerlegt, eine diskrete Kosinustransformation (DCT) anwendet und dann hochfrequente Komponenten quantisiert. Je stärker die Quantisierung, desto kleiner die Datei, aber auch mehr Detail‑ und Farbinformationen gehen verloren.
Hauptmerkmale
- Kompressionstyp: Verlustbehaftet (Lossy), optional auch verlustfrei (Lossless JPEG, selten genutzt).
- Farbraum: YCbCr (Luminanz + Chrominanz), unterstützt 24‑Bit‑Farbtiefe (8 Bit pro Kanal).
- Dateiendungen: .jpg, .jpeg, .jpe, .jfif.
- Progressive JPEG: Bild wird in mehreren Durchgängen aufgebaut (guter Eindruck bei langsamen Verbindungen).
- Baseline JPEG: Standard‑Scan‑Reihenfolge, weitgehend kompatibel mit allen Viewer‑Programmen.
- Metadaten: EXIF (Kamera‑Infos), IPTC, XMP können eingebettet werden.
Einsatzbereiche
- Digitale Fotografie – Kameras und Smartphones speichern Fotos standardmäßig im JPEG‑Format.
- Web‑Optimierung – Kleine Dateigrößen ermöglichen schnelles Laden von Bildern auf Webseiten.
- E‑Mail und Messaging – Geringe Dateigröße erleichtert das Versenden von Bildern.
Vorteile
- Hohe Kompressionsrate bei akzeptabler Bildqualität.
- Breite Unterstützung durch Betriebssysteme, Browser und Bildbearbeitungsprogramme.
- Möglichkeit, die Qualitätsstufe (Kompressionsfaktor) flexibel anzupassen.
Nachteile
- Wiederholte Speicherung führt zu kumulativem Qualitätsverlust.
- Nicht ideal für Grafiken mit scharfen Kanten, Text oder Transparenz (für diese Fälle besser PNG oder SVG).

