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IMEI

IMEI (International Mobile Equipment Identity)

 

Die IMEI ist eine weltweit eindeutige 15‑stellige Kennnummer, die jedem mobilfunkfähigen Endgerät (Smartphones, Tablets, Mobilfunk‑Modems, Geräte mit integrierter SIM‑Funktion) zugeordnet wird. Sie dient der Identifikation des Geräts im Mobilfunknetz, ermöglicht das Sperren von verloren gegangenen oder gestohlenen Geräten und wird von Netzbetreibern, Herstellern und Behörden zur Verfolgung und Verwaltung von Mobilgeräten verwendet.

 

1. Aufbau der Nummer

  • Type‑Allocation‑Code (TAC) – Die ersten 8 Stellen, vom Hersteller und der GSMA (GSM Association) vergeben, geben Hersteller und Gerätekategorie an.
  • Serial‑Number (SNR) – Die nächsten 6 Stellen, vom Hersteller fortlaufend vergeben, um das einzelne Gerät zu identifizieren.
  • Check‑Digit (CD) – Die 15. Stelle, wird nach dem Luhn‑Algorithmus (Mod 10) berechnet, um Eingabefehler zu erkennen.
 

Beispiel (fiktiv): 35 123456 789012 3 (TAC = 35123456, SNR = 789012, Check‑Digit = 3).

 

2. Verwendung und Anwendungsbereiche

  • Netzwerk‑Authentifizierung: Mobilfunk‑Netzwerke prüfen die IMEI bei jedem Verbindungsaufbau, um zu entscheiden, ob das Gerät zugelassen ist (z. B. zur Verhinderung von gefälschten Geräten).
  • Sperrlisten (Blacklist): Bei Diebstahl oder Verlust kann die IMEI von Netzbetreibern in einer Datenbank (z. B.. GSMA IMEI‑Database) eingetragen werden, sodass das Gerät im Netz blockiert wird.
  • Garantie‑ und Service‑Tracking: Hersteller nutzen die IMEI, um Garantieansprüche und Reparaturhistorien zuzuordnen.
  • Polizeiliche Ermittlungen: Ermittler können über die IMEI den Besitzer eines Geräts ermitteln (nach Rücksprache mit dem Mobilfunkanbieter).
 

3. Zugriff auf die IMEI

  • Dial‑Code: Auf den meisten Geräten lässt sich die IMEI durch Eingabe von *#06# im Telefon‑App anzeigen.
  • Geräteeinstellungen: Unter „Einstellungen → Über das Telefon“ oder „Status“ wird die IMEI aufgeführt.
  • Physische Kennzeichnung: Auf der Rückseite, im Akku‑Fach (bei austauschbaren Batterien) oder als Aufdruck auf der Verpackung.
 

4. Sicherheit & Datenschutz

  • Datenschutz: Da die IMEI ein eindeutiger Identifikator ist, kann sie in Kombination mit Standortdaten Rückschlüsse auf das Verhalten einer Person zulassen; daher unterliegt ihre Verarbeitung den Datenschutz‑Bestimmungen (z. B. DSGVO).
  • Fälschung & Spoofing: Geräte können mit Software manipuliert werden, um eine falsche IMEI zu präsentieren; Mobilfunkanbieter prüfen jedoch häufig zusätzlich die SIM‑Kartennummer (IMSI) und weitere Parameter, um Missbrauch zu erschweren.
 

5. Unterschiede zu verwandten Kennungen

  • MEID (Mobile Equipment Identifier): Ähnlich zur IMEI, jedoch im CDMA‑Netzwerk verwendet; besteht aus 14 Hexadezimal‑Zeichen.
  • ESN (Electronic Serial Number): Ältere CDMA‑Kennung, inzwischen von MEID abgelöst.
  • ICCID (Integrated Circuit Card Identifier): Kennzeichnet die SIM‑ oder eSIM‑Karte, nicht das Gerät selbst.
  • IMSI (International Mobile Subscriber Identity): Identifiziert den Mobilfunk‑Abonnenten (eingebettet in die SIM‑Karte), nicht das Endgerät.
 

6. Gesetzliche Vorgaben

  • GSMA‑Richtlinien: Gerätehersteller müssen die IMEI in einer zentralen Datenbank registrieren, um die globale Blacklist‑Funktion zu ermöglichen.
  • EU‑Verordnungen: Im Rahmen der EU‑Mär