AGB / Allgemeine Geschäftsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind vorformulierte Vertragsklauseln, die ein Unternehmen einseitig stellt und die für sämtliche Verträge mit seinen Kunden gelten sollen. Sie regeln die Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien und dienen der Rechtsklarheit, Gefahrabwehr und Transparenz.
1.1 Rechtlicher Rahmen
- § 305 ff. BGB (Deutschland) – Einbeziehungsklauseln, Wirksamkeit, Inhaltskontrolle.
- § 312 ff. BGB – Informationspflichten bei Fernabsatz- und Onlineverträgen.
- Unwirksame Klauseln werden nach der „Reduktion“ (§ 307 Abs. 1 Satz 2 BGB) teilweise wirksam, solange der Vertrag noch durchführbar bleibt.
1.2 Typische Inhalte einer AGB
1.3 Einbindung und Wirksamkeit
- Zugänglichmachung – AGB müssen dem Kunden vor Vertragsschluss in klarer, verständlicher Form zur Verfügung stehen (z. B. per Link auf der Bestellseite).
- Einverständnis – Der Kunde muss die AGB aktiv akzeptieren (z. B. Häkchen‑Box).
- Transparenzgebot – Klauseln dürfen den Kunden nicht unangemessen benachteiligen (§ 307 BGB).
1.4 Tipps zur Erstellung
- Klare Sprache – Vermeiden Sie Fachjargon, nutzen Sie kurze Sätze.
- Modularer Aufbau – Nummerierte Absätze, Unterüberschriften für bessere Lesbarkeit.
- Individuelle Anpassung – Standard‑AGB an das konkrete Geschäftsmodell anpassen (z. B. digitale Produkte vs. physische Waren).
- Rechtliche Prüfung – Lassen Sie das Dokument von einem Rechtsanwalt prüfen, um Risiken zu minimieren.
