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BCC

BCC

BCC steht für Blind Carbon Copy (deutsch: Blindkopie). In E‑Mail‑Clients ist das BCC‑Feld ein Eingabefeld, das es ermöglicht, eine Kopie einer Nachricht an weitere Empfänger zu senden, ohne dass die übrigen Empfänger (To‑ und CC‑Adressen) sehen können, wer diese BCC‑Empfänger sind.

 

Funktionsweise im E‑Mail‑Versand

  1. Absender erstellt die Nachricht und gibt Empfänger im To‑Feld (direkte Empfänger) und optional im CC‑Feld (Carbon Copy – sichtbar für alle) an.
  2. Zusätzlich werden weitere Empfänger in das BCC‑Feld eingetragen.
  3. Beim Versand erstellt der Mail‑Server für jede Empfängergruppe (To/CC und BCC) separate Header‑Zeilen:
    • Für To/CC wird die komplette Empfängerliste im To: bzw. Cc:‑Header übertragen.
    • Für BCC wird kein Bcc:‑Header in die ausgehende Nachricht übernommen; die BCC‑Adressen werden nur intern vom Server verwendet, um die Nachricht an die jeweiligen Empfänger zuzustellen.
     
  4. Jeder BCC‑Empfänger erhält die gleiche Nachricht, sieht aber nur die To‑/CC‑Liste – nie die anderen BCC‑Adressen.
 

Typische Anwendungsfälle

Situation
Warum BCC sinnvoll ist
Newsletter
Schutz der Empfänger‑E‑Mail‑Adressen vor ungewollter Weitergabe (Datenschutz).
Internes Monitoring
Vorgesetzte erhalten Kopien zur Kontrolle, ohne dass die Empfänger es bemerken.
Vertrauliche Kommunikation
Kopien an Rechts‑ oder Compliance‑Abteilungen senden, ohne den Hauptempfänger zu informieren.
Vermeidung von Reply‑All‑Storms
Empfänger erhalten Information, können jedoch nicht versehentlich an alle antworten.
Massen‑E‑Mails
Reduziert die Größe des Header‑Teils, weil nicht jede Adresse einzeln im To:‑Header erscheint.

BCC vs. CC vs. To

Feld
Sichtbarkeit
Typische Nutzung
To
Alle Empfänger sehen alle To‑Adressen.
Primäre Empfänger, direkte Ansprache.
CC (Carbon Copy)
Alle Empfänger sehen alle CC‑Adressen.
Information an weitere Parteien, Transparenz.
BCC (Blind Carbon Copy)
Empfänger sehen nur To‑/CC‑Adressen; BCC‑Liste bleibt verborgen.
Datenschutz, interne Kopien, Vermeidung von Reply‑All.

Technische und sicherheitsrelevante Aspekte

  • Header‑Manipulation: Da der Bcc:‑Header nicht in die ausgehende Nachricht gelangt, kann er nicht vom Empfänger ausgelesen werden.
  • Spam‑ und Phishing‑Risiko: Missbrauch durch verdeckte Massensendungen, um Empfänger zu täuschen. Viele Mail‑Gateways prüfen BCC‑Muster, um Spammer zu erkennen.
  • Datenschutz‑Gesetze: Die Nutzung von BCC zum Schutz personenbezogener Daten (E‑Mail‑Adressen) hilft, Anforderungen der DSGVO bzw. anderer Datenschutz‑Bestimmungen zu erfüllen.
  • Limitierungen: Einige E‑Mail‑Provider (z. B. Gmail, Outlook) setzen ein tägliches Limit für Empfänger (inkl. BCC), um Missbrauch zu verhindern.
 

Best‑Practice‑Tipps für den Einsatz von BCC

  1. Nur wenn nötig einsetzen – Übermäßiger Gebrauch kann Misstrauen erzeugen.
  2. Klare Betreff‑ und Hinweiszeilen – Empfänger sollten verstehen, dass die Mail an mehrere Personen gerichtet ist, ohne die BCC‑Liste zu kennen.
  3. Datenschutz‑Hinweis im Footer erwähnen, wenn BCC für Newsletter genutzt wird („Wir geben Ihre E‑Mail‑Adresse nicht an Dritte weiter.“).
  4. Vermeiden von BCC für rechtlich relevante Kommunikation, wenn Transparenz gefordert ist.
  5. Testen – Versenden Sie Test‑Mails, um sicherzustellen, dass BCC‑Empfänger wirklich keine anderen BCC‑Adressen sehen.